Portoferraio
Mit ihren 11.000 Einwohnern ist die Gemeinde Portoferraio die 'Hauptstadt' der Insel.
Sie war schon den Römern unter den Namen 'Fabricia' bekannt und hieß im Mittelalter 'Feraja'. Die Errichtung des heutigen Portoferraios begann 1548 unter Cosimo de' Medici. Er veränderte das Stadtbild grundlegend und legte auch die mächtigen Befestigungen an, von denen die wichtigsten das von Camerini entworfene Forte Stella, die Falconefestung und der am Eingang des alten Hafens gelegene Martello Turm sind. Neben ihnen gibt es noch zahlreiche andere Festungen und Befestigungen, so daß das Ensemble ein echtes Meisterwerk der Militärrachitektur darstellt.
Am 9. Juli 1594 wurde Feraja in Cosmopoli umbenannt, was sowohl 'die Stadt des Cosimo' als auch 'Stadt des Kosmos' bedeuten kann; letzteres einBegriff, mit dem man im Griechischen die Harmonie bezeichnete.
Zweiunddreissig Jahre danach wurden dem Ort die Stadtrechte vom Großherzog Ferdinand II verliehen, der auch in den ersten Jahren des siebzehnten Jahrhunderts das unter Cosimo I. begonnene Tor zum Meer, den Linguella-Turm mit barocken Formen verwandelte.
Ein weiteres wichtiges Kapitel der Stadt- und Inselgeschichte wird in der napoleonischen Epoche geschrieben, denn der Kaiser verlegte während der kurzen Zeit, die er auf Elba verbrachte seinen offiziellen Wohnsitz nach Portoferraio und bewohnte dort die Palazzina dei Mulini im Wechsel mit dem 5 km von Portoferraio entfernt im Landesinneren bei San Martino gelegenen Landsitz.
Die in einer hervorragenen Panoramaposition zwischen den beiden Festungen Stella und Falcone gelegene Palazzina dei Mulini war die offizielle Residenz von Napoleon und seiner Schwester Pauline und bewahrt zahlreiche Erinnerungsstücke an den französischen Kaiser auf.


Wichtige Zeugnisse Napoleons findet man auch in der Kirche 'della Reverenda Misericordia'. Die 1677 auf Initiative der gleichnamigen Bruderschaft errichtete Kirche bewahrt neben den Reliquien des Märtyrers und Stadtpatrons San Cristino auch die vom kaiserlichen Leibarzt Doktor Antonmarchi auf S. Helena hergestellte bronzene Totenmaske Napoleons auf.
Romanische Kirchen vermischen sich in Portoferraio, der Hauptanlegestelle der Insel und Endstation der Schiffsverbindungen, mit den mediceischen Festungen und den Erinnerungen an die Zeit Napoleons. Der Name des Ortes bezeugt das jahrhunderte alte Band, das die kleine Stadt mit der Ausbeutung der mineralische Ressourcen des Umlandes verbindet. Und vielleicht hat sich die Stadt gerade wegen ihrer jüngsten Vergangenheit als Zentrum der Eisenindustrie fast vollstvollständig intakt erhalten und keinen großen Hang zum Tourismus entwickelt.
Das unter Cosimo I. de Medici errichtete System von Mauern und Befestigungen stellt einen artikulierten Organismus dar, der die kleine Halbinsel umschließt, auf der sich der älteste Teil der Stadt befindet. Der Ortskern bewahrt mit seinen engen Gassen, den alten Häusern und den erblühten Balkonen seinen reinen, pittoreskes ländlichen Charakter.
Wunderschön ist die 1551 errichtete Kirche 'del SS. Sacramento'. Wenn man die Kirche betritt, findet man auf der linken Seite einen den elbanischen Gefallenen des ersten Weltkriegs gewidmeten Votivtempel. Einen Besuch wert ist auch die aus dem sechzehnten Jahrhundest stammende San Rocco Kirche mit dem nahegelegenen kleinen Friedhof, auf dem früher die Pesttoten und die Hingerichteten beerdigt wurden.
Zu den wichtigsten Gedenktagen gehört der 5. Mai jeden Jahres, an dem ein Gedenkgottesdienst für Napoleon abgehalten wird.
Markttag: Freitag.

Marina di Campo
Campo nell'Elba ist nur der Name der 1894 nach der Trennung von Marciana Marina entstandenen Gemeinde, die das Wappen Marciana im Gemeindesymbol behalten hat. In der Tat gibt es keinen Ort, der diesen Namen hat.
Die bei den Touristen bekanntesten Gemeindeteile sind Marina di Campo, Fetovaia, Seccheto und Cavoli, sehr schön sind auch die in den Hügeln gelegenen Gemeindeteile San Piero und San Ilario.


Diese Zone der Insel hat aufgrund der wenigen Niederschläge und der dem Libeccio und der Gischt ausgesetzten Südwestlage eine niedrige und lichte Vegetation. Die Landschaft unterscheidet sich sehr stark von der, die man auf der Nordseite des gleichen Berges findet und die reich an wunderbar grünen und Jahrhunderte alten Kastanienhainen ist.
Andererseits begünstigt das Klima Campos den Weinanbau. Schon der Gemeindename deutet das Vorhandensein einer Ebene von beträchtlichem Ausmaß an, die im Golf von Campo mit einem wunderschönen Strand endet; ein Gelände, das allerdings auch die Anlandung der Piraten begünstigte und zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet.
Zu ihnen gehören der zur Zeit der Medici errichtete Turm von Marina di Campo und die San Niccolò Kirche in San Piero, von der man annimmt, daß sie auf den Resten eines in römischer Zeit dem Gotte Glaucus geweihten Tempel erbaut wurde.
Sehenswert ist außerdem die in S. Ilario gelegene San Giovanni Kirche, bei der es sich wahrscheinlich um den größten primitiven, vom Christentum auf Elba errichteten Tempel handelt. Wichtig sind auch der San Giovanni Turm, die San Francesco Kirche und die Säulen aus römischer Zeit im Gemeindeteil Seccheto.
Nicht zu vergessen die Insel Pianosa, die nach der vor kurzer Zeit erfolgten Schließung des Gefängnisses heute nur für organisierte Besuche geöffnet ist.
Markttag: Mittwoch.

Marciana
Ist die Gemeinde, die mit ihren in engen Gassen gelegenen Häusern, den winzigen Piazzas, den Granitportalen und denen mit elbanischem Stein gepflasterten Straßen, mehr als jede andere ihren typischen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat.
Dieser Ort, der Berg und Meer, Ebene und Hügel miteinander vereint, liegt im Hinterland und war daher vor den Pirateneinfällen besser geschützt.
Seine Entwicklung begann unter der pisanischen Herrschaft und setzte sich unter den Appiani fort: die Fürsten von Piombino wählten Marciana als Sitz ihrer Residenz und bauten den Mauerring.
Über Jahrhunderte widmeten sich seine Bewohner der Bearbeitung des Eisens, um dann zur Schafzucht und Landwirtschaft überzugehen.
Zu den Hauptzentren gehören das für seine Heilwasser bekannte Poggio und die Wohn- und Tourismusgebiete von S. Andrea, Patresi, Pomonte und Chiessi. Und bei Marciana erhebt sich auch der höchste Berg Elbas, der 1019 m. hohe Monte Capanne.


Zu den Orten, die einen Besuch wert sind gehört die an der alten Straße von Marciana nach Marciana Marina gelegene San Lorenzo Kirche: ein Nationaldenkmal im romanischen Stil, das 1554 von den Türken zerstört wurde. Von großem Interesse ist auch die zu Zeiten der pisanischen Republik errichtete Festung, in deren Mauern sich die Bewohner des Ortes versammelten, um sich gegen die feindlichen Einfälle zu wehren.
Nicht entgehen lassen sollte man sich einen Besuch der in Poggio gelegenen S. Niccolò Kirche, die auf zwei Bastionen der antiken Festung errichtet wurde, von denen man annimmt, daß sie auf das XIII.
Jahrhundert zurückgehen sowie die San Cerbone Kirche, die von den Elbanern zu Ehren des Heiligen an dem Ort errichtet wurde, an dem er Zuflucht fand, nachdem Populonia 570 von den Langobarden angegriffen wurde.
Eng mit der Erinnerung an Napoleon verbunden ist die die älteste Wallfahrtskirche Elbas 'Madonna del Monte', die im XIII. Jahrhundert errichtet wurde und bis zum XVII. Jahrhundert baulich verändert wurde.
Im Sommer des Jahres 1814 verweilte hier der französische Kaiser einige Tage und traf seine polnische Geliebte Maria Walewska, die er in Warschau kennengelernt hatte.

Marciana Marina
Das etwas zwanzig Kilometer von Portoferraio entfernte Marciana Marina wurde 1884 von der Gemeinde Marciana unabhängig und ist eine der Gemeinden, die am weitesten zum Meer hin geöffnet ist.
Ursprünglich war Marciana Marina nur ein befestigter Turm, der von den Pisanern im XII. Jahrhundert erbaut wurde. Die Entwicklung des Ortes begann erst mit dem Ende der Pirateneinfälle.


Der Ortskern, in dem man die steil über dem Meer gelegenen Häuser mit den Außentreppen bewundern kann ist das sogenannte Cotone-Viertel (das Wort 'cote' bedeutet großer Fels), wo eine kleine Bucht den Fischerbooten Schutz und eine Anlegestelle bot.
Das Zentrum und die Meerespromenade Marciana Marinas bewahren die ursprünglichen architektonischen Charakteristiken der urbanen Räume des neunzehnten Jahrhunderts, die für die Zentren der toskanischen und ligurischen Küste typisch sind.

Capoliveri
Capoliveri erhebt sich auf einem kleinen Hügel in strategischer Position und blickt auf einer Seite zum Golf von Porto Azzurro und auf der anderen zum Stella-Golf, während der auf halben Wege gelegene Monte Capanne ein eindrucksvolles Bild abgibt.
Der Ursprung dieser jüngsten Gemeinde Elbas liegt im Jahre 1906, als sich Capoliveri von Porto Longone, dem heutigen Porto Azzurro löste.
Der Name der Gemeinde ist römischen Ursprungs und unter den verschiedenen etymologischen Hypothesen befindet sich auch die, nach der der Name des Ortes auf das lateinische 'caput liberum' (das Haupt der Freien) zurückgeht, also dem Ort, in dem die Bankrotteure versammelt wurden und innerhalb dessen Mauern sie sich frei bewegen konnten.


Capoliveri ist ein altes befestigtes Kastell der Pisaner aus dem XII. Jahrhundert. Ebenfalls aus dem Mittelalter stammt die San Michele Kirche, von der heute nur Teile der Apsis verblieben sind, die allerdings ausreichen um zu erkennen, daß es sich bei dem Bauwerk um ein seltenes Beispiel reinster pisanischer Archiotektur handelte.
Man erzählt, daß der Papst Gregor XI. bei seiner Rückkehr aus dem Exil in Avignon nach Rom von einem Sturm überrascht wurde und zu S. Michele aufstieg und dort die Messe gelesen habe.
Am östlichen Abhang Capoliveris befindet sich die Wallfahrtskirche 'delle Grazie'.
Das Zentrum Capoliveris zeichnet sich durch die engen, 'chiassi' genannten Gassen, die Stufen, den granitenen Volten und den verblichenen Farben der Hausfassaden aus. Einen Gesamteindruck erhält man, wenn man einen Spaziergang auf der engen Straße macht, die den Ort umschließt.
Capoliveri ist im Sommer dank der zahlreichen kleinen Geschäfte für Handwerksartikel den Önotheken, den Lokalen und Treffpunkten, die dem Ort ein intensives Nachtleben verleihen, äußerst lebendig. Zu den wichtigsten Festen gehört das traditionelle Fest der Innamorata, das am 14. Juli gefeiert wird.
Markttag: Donnerstag.

Porto Azzurro
Die fünfzehn Kilometer von Portoferraio entfernte 3.100 Einwohnergemeinde Porto Azzurro befindet sich in einer geschützten Bucht des Golfes von Mola, der seit der Antike als natürlicher Hafen auf den Routen durch das tyrrhenische Meer genutzt wurde.
Porto Azzurro ist der neue Name von Portolongone, dem am Fuß des Vorgebirges gelegenen Dorfes. Das Vorgebirge wird von der Longone- oder San Giacomofestung beherrscht, die 1563 unter Philipp II. von Spanien mit einem sternförmigen Grundriss erbaut wurde und die an die Festung von Anvers erinnert.
Portolongone, das jahrhundertelang von den Sarazenen heimgesucht wurde erlebte französische, spanische und deutsche Herrscher und war bis 1802, dem Jahr, in dem die ganze Insel in französischen Besitz kam, Zankapfel der großen europäischen Mächte.


Der kleine Ortskern ist mit den ansteigenden kleinen Straßen, den kleinen Steinfassaden, den eindrucksvollen Winkeln und der großen, sich in den Wassern des Hafens spiegelnden Piazza sehr pittoresek.
Drei sind die Hauptsehenswürdigkeiten: die wichtige Wallfahrtskirche der Madonna del Monserrato, die vom spanischen Gouverneur y Leon im XVII. Jahrhundert errichtet wurde und deren Name vielleicht von der berühmten, in der Nähe Barcellonas gelegenen Wallfahrtskirche stammt.
Das in der Kirche aufbewahrte Bil der Jungfrau gilt als eine perfekte Kopie des Bildes, das sich in der gleichnamigen spanischen Wallfahrtskirche befindet. Einen Besuch lohnen auch die aus dem XVII.
Jahrhundert stammende spanische San Giacomo Festung, die heute als Gefängnis dient und in der interessante handwerkliche Produkte verkauft werden, sowie die spanische Kirche mit dem Marmordenkmal des Generals Diego D'Alarcon.
Von Porto Azzurro aus empfehlen wir Ausflüge zum kleinen See von Terranera und zum Monserrato.

Rio nell'Elba
Der auf einem Hügel in 155 Metern Höhe über dem Meer gelegene Ort gehört zu den ältesten der Insel und war schon in der Vorgeschichte ein bedeutendes Mineralienzentrum.
Der Legende nach haben die Etolier, die ersten Herrscher auf Elba, den Ort gegründet um die reichen Gewässer auszubeuten. Sicher ist, daß die Pisaner den Ort im XII. Jahrhundert befestigten und so den Kern der Siedlung dort schafften, wo heute die Pfarrkirche SS. Giacomo e Quirico Martire steht.
In Wirklichkeit wurden fast alle Häuser als befestigte Basitionen errichtet und in Folge mit Terrassen und Portikos verschönt. Reizend sind auch die von der mit zahlreichen Mineraliengeschäften belebten Hauptpiazza aus zu erreichenden öffentlichen Gärten.
Ebenfalls sehr hübsch sind die auf der Insel einzigartigen und am Ortsende gelegenen alten öffentlichen Waschplätze, deren ursprüngliche Anlage von der touristischen Entwicklung noch nicht auf den Kopf gestellt wurde. Und die Häuser sind noch die gleichen von damals.


Die Mineralienzonen Rios gehören zu den eindrucksvollsten der Erde und werden als echte geologische Denkmälerverzeichnet. Auch für Archäologieliebhaber gibt es zahlreiche Anregungen, wie die Fundstücke aus dem Paläolithikum und dem Neolithikum sowie ein aus dem VIII.-VI. Jahrhundert v. Chr. stammendes Gräberfeld.
Einen Besuch lohnt auch die Volterraio-Festung , die unter pisanischer Herrschaft im 11. Jahrhundert von Vanni di Gherardo Rau auf einem Felsen errichet wurde. Sehr interessant sind außerdem die Santa Caterina Kirche aus dem XVII. Jahrhundert und das Oratorium SS. Trinità.
Markttag: Dienstag.

Rio Marina
Rio Marina war bis zu den sechziger Jahren, als der Bergbau vom Tourismus abgelöst wurde, das 'Dorf des Eisens'. Aber man erkennt noch heute die 'Natur' dieses Ortes in der die Häuser und den einem Amphitheater ähnelnden Strand bedeckenden rötlichen Patina.
Der Ort mit 1.800 Einwohnern erlangte seine Unabhängigkeit von der Verwaltung Rio nell'Elbas 1882. Zu den Orten von historischem und kulturellen Interesse gehört der von Jakob von Aragon errichtete 'Torre del orologio' mit seinem achteckigen Grundriß, an dem zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts die Uhr angebracht wurde.


Auf keinen Fall sollte man einen Besuch des im Palazzo Comunale gelegenen Mineralenmuseums mit seinen 700 Exemplaren elbanischer Mineralien versäumen.
Einen Besuch lohnt auch das im Ortskern gelegene, im XVI. Jahrhundert vom Fürst von Piombino errichtete Oratorium S. Rocco. Außerdem kann Rio Marina der Ausgangspunkt verschiedenerTouren sein, wie der Spaziergang nach Spiazzi, die Panoramastraße des kleinen Hafens und die Ausflüge .zum Torre del Giove, zum Monte Grosso sowie zu den Inseln Palmaiola, Cerboli und dem 'isolotto dei topi'.
Markttag: Montag im Zentrum, Mittwoch im Ortsteil Cavo.



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